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Verabschiedung des bisherigen Regionsbeauftragten RD Rainer Kern durch den Verbandsvorsitzenden Landrat Thomas Schiebel


von links: RD Rainer Kern und Verbandsvorsitzender Landrat Thomas Schiebel
Verabschiedung von Herrn RD Kern als Regionsbeauftragter an der Planungsausschuss-Sitzung am 24.07.2013

Meine Damen und Herren,
lieber Herr Kern,

erst vor kurzem habe ich Ihnen von dieser Stelle aus zu Ihrem 60. Geburtstag alles Gute gewünscht. Schon damals habe ich erwähnt, dass Sie in der Regierung eine neue und bedeutende Aufgabe im Zusammenhang mit der Energiewende übernommen haben. Es war also zu befürchten, dass Sie - als Leiter der Geschäftsstelle Energiewende Unterfranken - Ihre Funktion als Regionsbeauftragter, die Sie mit sehr viel Freude und innerer Überzeugung ausgefüllt haben, beenden müssen, um sich ganz der Energiewende zu widmen. Diese Befürchtung hat sich mittlerweile bestätigt. Ich muss Sie demnach in dieser Funktion verabschieden.

Seit 2006 sind Sie unser Regionsbeauftragter und damit über fast acht Jahre unser wichtigster Ansprechpartner in allen Feldern der Regionalplanung. Sie waren in Ihrer außerordentlich kompetenten, dabei aber zugleich auch ruhigen und ausgleichenden Art immer darauf bedacht, unsere Kommunen zu deren Besten zu beraten - das habe ich schon zu Ihrem Geburtstag unterstrichen, das möchte ich aber ausdrücklich wiederholen. Sie haben unser volles Vertrauen gewonnen. Sie haben sich stets ebenso zuverlässig wie fürsorglich um uns gekümmert; Sie haben vielfach geholfen, Hürden und Fettnäpfe zu umgehen.

Lassen Sie mich drei Beispiele nennen für Ihre umsichtige Arbeit:

Als Sie das Thema Windkraft im Regionalplan aufgegriffen haben, war das weitgehend Neuland, materiell ebenso wie rechtlich. Sie haben - in Absprache mit den Fachbehörden ebenso wie in engem Kontakt mit uns Kommunalpolitikern - ein Konzept erarbeitet, das nach anfänglichen, teils ganz grundsätzlichen Widerständen auf immer mehr Zustimmung gestoßen ist. Dass nun höhere Einsichten uns doch noch einmal dazu zwingen, das Konzept neu aufzugreifen, das konnte niemand so vorhersehen, auch nicht der weitsichtigste Regionsbeauftragte.

Ein anderes Thema mit höchstem Konfliktpotential war die Bestimmung der Kleinzentren. Auch hier zeigten Sie ein hohes Maß an Umsicht und Kommunalfreundlichkeit. Natürlich konnte es auch Ihnen nicht gelingen, alle Wünsche voll zu erfüllen. Aber Ihr selbstverständlich stets gesetzestreues Vorgehen, allerdings verbunden mit dem nötigen Maß an Kreativität, hat letztlich zu einem Ergebnis geführt, das dann doch insgesamt auf Akzeptanz gestoßen ist.

Und schließlich ein drittes Beispiel: Eines der konfliktreichsten Themen der letzten Zeit war die B 26 neu. Die Stellungnahme, die Sie uns hierzu vorgelegt haben, konnte doch in bemerkenswerter Ruhe und Sachlichkeit und mit respektabler Mehrheit beschlossen werden. Sie haben diese Stellungnahme zwar gemeinsam mit Dritten erarbeitet, aber Sie haben das hier vorgestellt und sozusagen durchgebracht. Diese Stellungnahme ist sogar ausweislich des Protokolls in jener Sitzung als "weise" bezeichnet worden. Und selbst die Vertreter des Straßenbaus haben eingeräumt, dass unsere Position - nämlich die Längs- und nicht die Querteilung des Vorhabens - den weiteren Umgang mit diesem Projekt erleichtern dürfte.

Herr Kern, diese wenigen, aber überzeugenden Beispiele belegen den Wert Ihrer Arbeit für uns. Sie haben sich um unsere Region verdient gemacht.

Ich möchte Ihnen aber auch ein handgreifliches Zeichen unseres Dankes überreichen: Ich weiß, dass Ihre beiden Töchter beruflich nach Baden-Württemberg "ausgewandert" sind - die eine nach Reutlingen, die andere in die Nähe von Freiburg. Sie haben gute Kontakte zu beiden und besuchen sie auch gelegentlich. Deshalb hier zwei Büchlein, die Ihnen Einzelheiten über diese beiden Gegenden näher bringen, zumal man da wie dort auch ganz gut Urlaub machen kann. Selbstverständlich darf als Präsent auch ein Produkt aus der Region nicht fehlen: Landratsschoppen und Pralinen für den Genuss. Dass Ihnen der Verzehr von Pralinen größte Gewissensbisse bereitet, vergnügt mich. Das Gewissen muss nicht immer siegen!

Herr Kern, herzlichen Dank für Ihren Einsatz für uns, aber auch alles Gute für Sie persönlich, für Ihre Familie und für Ihre neue Aufgabe bei der Regierung. Ich denke, dass wir immer noch eine ganze Menge Berührungspunkte haben werden, insofern freue ich mich weiter auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.





Regionaler Planungsverband Würzburg
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